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Turnier-Ratgeber

Jeder gegen jeden: Wann sich der feste Spielplan lohnt

Alle spielen genau einmal gegeneinander: Wie das System funktioniert, wie viele Runden ihr braucht und wann sich Gruppen lohnen.

· 4 Min. Lesezeit · Für Vereine & Freizeitgruppen

Es ist das wohl gerechteste Turniersystem überhaupt: Alle spielen genau einmal gegen alle. Kein Losglück, kein frühes Ausscheiden, keine Diskussion darüber, wer den leichteren Weg hatte. «Jeder gegen jeden» – international als Round Robin bekannt – hat aber einen Preis: Die Anzahl Spiele wächst schnell. Wann sich das System lohnt und wie ihr es im Griff behaltet.

So funktioniert Jeder gegen jeden

Zu Beginn wird einmalig ein fester Spielplan erstellt, der für das ganze Turnier gilt. Jede Runde trifft jede Person auf einen neuen Gegner, bis alle einmal gegeneinander gespielt haben. Anders als beim Schoch-System hängt die Auslosung also nicht von den bisherigen Resultaten ab – wer wann gegen wen spielt, steht von Anfang an fest. Das macht das System besonders transparent: Alle können jederzeit nachsehen, wer als Nächstes kommt.

Gespielt wird im Einzel oder mit festen Doppel- bzw. Mixed-Teams. Damen und Herren spielen wahlweise gemischt in einer gemeinsamen Rangliste oder getrennt, mit eigenem Spielplan und separaten Ranglisten.

Wie viele Runden braucht es?

Die Rechnung ist einfach: Bei einer geraden Anzahl Teilnehmender braucht es eine Runde weniger, als es Teilnehmende gibt. Bei einer ungeraden Anzahl braucht es gleich viele Runden wie Teilnehmende – dafür hat pro Runde jemand spielfrei, im ganzen Turnier jede Person genau einmal.

TeilnehmendeRundenSpiele totalSpiele pro Runde
4362
55102 (1 spielfrei)
65153
87284
109455
1211666

Die Anzahl Runden bestimmt die Dauer. Bei 12 Teilnehmenden sind es 11 Runden – mit 15 Minuten pro Runde inklusive Wechsel fast drei Stunden, und das nur, wenn sechs Tische oder Felder gleichzeitig frei sind. Ob die spielfreie Runde bei ungerader Teilnehmerzahl als Sieg zählt (Freilos-Punkte) oder ohne Punkte bleibt, legt ihr in den Einstellungen fest. Wie ihr die Zeit für euren Abend realistisch plant, zeigt der Zeitplan-Rechner fürs Turnier.

Gruppen: Die Lösung für grössere Felder

Bei vielen Teilnehmenden lässt sich das Feld in mehrere Gruppen aufteilen; gespielt wird dann nur innerhalb der eigenen Gruppe. Aus 12 Teilnehmenden werden so zum Beispiel zwei Sechsergruppen: nur noch 5 statt 11 Runden und 30 statt 66 Spiele. Im Club Turnier Manager legt ihr die Gruppenanzahl selbst fest und könnt Teilnehmende per Klick in eine andere Gruppe verschieben – etwa, um starke Spielerinnen und Spieler gleichmässig zu verteilen.

Wer am Schluss trotzdem einen einzigen Turniersieger möchte, kombiniert Gruppen mit einer Finalrunde. Genau das ist das KO-System mit Gruppenphase, das wir im Beitrag KO-System richtig einsetzen beschreiben.

Was passiert bei Absagen?

Weil der Spielplan fest ist, lässt sich während des Turniers niemand nachmelden. Fällt jemand aus, gibt es zwei Möglichkeiten: Ihr ersetzt die Person – der Ersatz übernimmt Platz, Spielplan und bisherige Statistik. Oder ihr entfernt sie aus dem Turnier. Dann stellt sich die heikle Frage, was mit den bereits gespielten Partien gegen sie passiert.

Der Club Turnier Manager fragt in diesem Fall nach: Mit «Streichen» zählen alle Spiele gegen die ausgeschiedene Person nicht mehr, auch rückwirkend – so werden alle gleich behandelt. Mit «Resultate behalten» bleiben die gespielten Partien in der Wertung. Mehr zu solchen Detailfragen findet ihr im Beitrag Turnierregeln, die niemand in Frage stellt.

Praxis-Tipp Klärt vor dem Turnier, wie ihr mit Absagen umgeht, und sagt es allen. «Streichen» ist meist die fairste Lösung – sonst sind jene im Vorteil, die zufällig schon gegen die ausgeschiedene Person gewonnen haben.

Wann sich Jeder gegen jeden lohnt – und wann nicht

Das System spielt seine Stärken aus, wenn die Gruppe überschaubar ist und alle gleich viele Spiele bekommen sollen:

Weniger geeignet ist es für sehr grosse Felder ohne Gruppen und für Abende, an denen noch nicht klar ist, wer wann kommt. Dort sind das Runden-Turnier oder Americano flexibler – mehr dazu im Beitrag Welcher Turniermodus passt zu eurem Anlass?

Der Spielplan steht in Sekunden

Der Club Turnier Manager erstellt den kompletten Jeder-gegen-jeden-Spielplan automatisch – auf Wunsch in Gruppen, mit aktueller Rangliste nach jeder Runde. Offline im Browser, ohne Installation.

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Fazit

Jeder gegen jeden ist das transparenteste und fairste Turniersystem: Alle treffen auf alle, das Losglück spielt keine Rolle, und der Spielplan steht von Anfang an fest. Der Haken ist die Anzahl Spiele, die mit jeder zusätzlichen Person deutlich steigt. Wer das mit Gruppen im Griff behält und vorab klärt, wie mit Absagen umgegangen wird, bekommt am Ende eine Rangliste, über die niemand diskutiert.

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